Am Sonntag, den 4. Juli 2021, feierte die Gemeinde Nürtingen den Gottesdienst zum Gedächtnis an die Entschlafenen. Bezirksevangelist Uwe Zimmerer leitete den Gottesdienst und verwendete das Bibelwort aus Apostelgeschichte 4, 12: "Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“
In die Gebietskirche Süddeutschland wird vier bis fünf mal im Jahr ein Stammapostel-Gottesdienst übertragen. In der Gemeinde Nürtingen wuchs die Idee, jeweils die Kerngedanken unseres Stammapostels lebendig zu halten. Zum ersten Mal wurde die Idee mit dem Impuls vom keimenden Bohnenkern an Karfeitag umgesetzt.
Zwei, drei Schläge mit dem Gummihammer – dann liegen die Stolpersteine im Lot. Gar nichts mehr im Lot war im Leben der Menschen, derer mit den kleinen Denkmalen im Boden gedacht wird, als nationalsozialistischer Hass und Antisemitismus ihnen an Leib und Leben ging.
Christliche Kirchen rund um Frickenhausen, darunter auch die neuapostolische Gemeinde, haben eine Idee von Pfarrer Gerhard Bäuerle freudig aufgegriffen, an abwechselnden Wochentagen den Menschen zu gedenken, an die im Extremfall niemand denkt. Das sind nicht nur Menschen, die durch ihre Corona-Erkrankung isoliert sind, sondern weit mehr.
Im Gottesdienst an Karfreitag erfüllte unser Stammapostel den Wunsch einiger Kinder und erzählte „etwas Schönes“. Seine Gedanken zum keimenden Bohnenkern waren Anlass für ein kleines „Bohnenprojekt“ in der Gemeinde Nürtingen. Schnell wurden an einige Geschwister Bohnenkerne der Sorte „Neckarkönigin“ verteilt mit der Bitte, diese in kleinen Töpfchen zum Keimen zu bringen.