Nachdem am Samstag der offizielle Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Gemeinde Frickenhausen unter dem Motto „Gemeinschaft leben und erleben“ gefeiert wurde, fand am Sonntag, 16.06.2024, der Jubiläums-Festgottesdienst in der Kelter in Linsenhofen statt.
Die Gemeinde Frickenhausen bildet heute zusammen mit den Kirchenmitgliedern aus Beuren, Neuffen, Linsenhofen und Tischardt die schöne „Tälesgemeinde an der blauen Mauer“.
In der festlich geschmückten Kelter konnten viele „Ehemalige“, Gäste und die Glaubensgeschwister aus den Gemeinden Frickenhausen und Nürtingen freudig begrüßt werden.
Umrahmt wurde der Festgottesdienst ein weiteres Mal vom Projektchor mit Begleitung am Klavier und an der Orgel. Der Projektchor und Jugendchor wurden speziell für dieses Ereignis gegründet, unterstützt von einigen Sängern und Sängerinnen aus Nürtingen.
Priester Thorsten Fink, stellvertretender Bezirksvorsteher und Vorsteher der Gemeinde Frickenhausen, legte dem Festgottesdienst das Bibelwort aus Jesaja 43, Vers 19 zugrunde: „Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“Das Wort steht im Kontext der Heimkehr Israels nach Jerusalem aus der ägyptischen Gefangenschaft. Unmögliches wird geschehen: Wege werden durch die Wüste gebaut und Wasser wird in der Wüste fließen. Gott war immer bei seinem Volk, zu jeder Zeitepoche. Entscheidend war jedoch immer das Verhältnis der Menschen zu Gott. Neues kann Gott aber nur schaffen, wenn wir ihm vertrauen und unsere Ängste ablegen.
Thorsten Fink nimmt in seinem Predigtbeitrag auch Bezug auf die Figuren, die im Bereich vor der Kelter in Linsenhofen stehen. Dort sind die Botschafter, die als erste in das verheißene Land eingezogen sind, in Lebensgröße abgebildet: Josua und Kaleb. Sie haben das Land, in dem Milch und Honig fließt, erreicht und einen Neuanfang im „gelobten Land“ gewagt.
Bezirksältester Peter Kromer und Bezirksevangelist Uwe Zimmerer bereicherten in ihren Predigtbeiträgen den Gottesdienst mit weiteren wertvollen Gedanken.
Der Festgottesdienst wurde mit einem fröhlich schwungvollen Musikbeitrag beendet. Bei einem Stehempfang mit Sekt und Häppchen sowie schönen Gesprächen klang das gelungene Festwochenende harmonisch aus.