Am Sonntag, den 8. September 2024, trafen sich die Kinder des Kirchenbezirks in Nürtingen zum Schulanfang-Kindergottesdienst. Hierzu waren auch alle Abc-Schützen herzlich eingeladen. Der Gottesdienst wurde vom Vororchester des Bezirkes umrahmt.
Bezirksältester Peter Kromer diente uns mit dem Wort aus dem Psalm 28, Vers 7: „Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied.“
„Freut ihr euch auf die Schule?“ fragte unser Bezirksältester die Kinder. Die Antworten waren sehr unterschiedlich. „Es gibt viele Kinder, welche gerne die Schule besuchen würden, dies aber aus irgendwelchen Gründen nicht können. Deshalb freut euch darauf, freut euch auf Neues“.
Nun wurde es etwas mathematisch. Im kleinen Zahlenraum konnten alle, sogar unsere Erstklässler, rechnen. Jedoch, sobald die Zahlen höher wurden, hätten wir Hilfsmittel gebraucht. Dies Zahlenspiel sollte veranschaulichen, dass wir in jungen Jahren klein mit dem Lernen anfangen und es mit jedem Jahr etwas schwieriger wird.
So ist es auch mit dem Gebet. Z.B. König David, er hatte viele Hochs, aber auch viele Tiefs, seine Hilfe war das Gebet. Beten wir? Reden wir mit dem lieben Gott? Er kann uns immer verstehen, auch im Stillen, egal in welcher Sprache. Er hört uns zu.
Auch unseren Eltern können wir alles sagen im Vertrauen. Jedoch gibt es Situationen, wo es nicht möglich ist, dennoch werden eure Eltern das Beste geben und es möglich machen. Im wahren Leben gibt es Grenzen, der liebe Gott hat keine Grenzen. Für uns ist es oft nicht zu begreifen, für unseren himmlischen Vater ist es ein Kleines.
Unsere Bezirksältester hat den Kindern ein Bild mitgebracht. Darauf sieht man einen jungen Löwen und im Hintergrund, wir er von seinem Vater beschützt wird. So ist es auch mit unserem himmlischen Vater: er steht hinter uns, er kann uns helfen, sei es in der Schule, bei Klassenarbeiten, bei Vorträgen etc. Was er beisteuern kann, macht er möglich, jedoch müssen wir auch mitarbeiten. Zwar wird er nicht alles aus dem Weg räumen, so z.B., wenn mal etwas zu Bruch gegangen ist, da müssen wir dann schon selbst Hand anlegen.
„Wie geht beten?“ fragte unser Bezirksältester die Kinder. Alle Kinder waren sich einig, dass wir beim Gebet die Hände falten und wenn möglich die Augen schließen, damit wir nicht abgelenkt sind und werden. Wir können in das Gebet alles legen, was uns bedrückt: den Dank, die Bitte, die Fürbitte, die Freude, die Sorgen, einfach alles. Ein Ritter bittet eher um Begleitschutz, Gnade, Erfolg. Wir als Kinder beten für unsere Familie, die Schule, auch bei Schwierigkeiten in der Schule (Mobbing), für die Mitmenschen in unserer Umgebung, für den Engelschutz, für den Frieden.
„Wie sieht ein Engel aus?“ wollte unser Bezirksältester wissen. „Weiß, hat einen Heiligenschein, 2 Flügel, ein schönes Kleid“, waren die Antworten der Kinder. „Ja, so stellen wir uns einen Engel vor. Jedoch kann auch der Freund/die Freundin, der Nachbar, sogar ein Fremder ein Engel sein und uns vor etwas „retten“.
Auf die Frage „wer hat Gott schon gesehen?“, konnte keiner wirklich antworten. Man kann erahnen bzw. spüren, wenn er um einen ist, in schwierigen Situationen. Lasst Gott an euch heran, zeigt ihm eure Dankbarkeit und bleibt in der Kommunikation mit ihm. Auch Luft und Liebe können wir nicht mit dem menschlichen Auge sehen, und doch wissen wir, dass es sie gibt.
Beten können wir überall, jedoch ist das Gebet am intensivsten zu Hause, wenn wir vor ihn treten. Wenn wir beten, werden wir stärker, beten hilft, beten gibt Vertrauen. Habt Vertrauen in unseren lieben Gott.
Gott schenkt uns etwas, was wir greifen können, nämlich das Heilige Abendmahl - in dieser Handlung sind wir ganz nahe bei Gott und Jesus.
Mit dem gemeinsamen „Vater unser“ wurde das Heilige Abendmahl eingeleitet.
Nach dem Abschluss des Kindergottesdienstes hörten wir noch „Möge die Straße uns zusammen führen“, welches der Muki und das Vororchester gemeinsam vorgetragen haben.