Am Samstag, den 5. Juli 2025, fand der alljährliche Ausflug der Nürtinger Geistlichen statt, diesmal begleitet von ihren Ehepartnern.
Mit Fahrgemeinschaften ging es um 9 Uhr vor der Nürtinger Kirche los. Das erste Ziel war der Wanderparkplatz "Wimsener Höhle" auf der schwäbischen Alb.
Wie der Name vermuten lässt, ging es dann per pedes an der schönen Aach entlang weiter, und zwar nach Zwiefalten zur fachkundigen Führung durch das imposante Münster. In einem der Brauereigasthöfe wurden Hunger und Durst auf das Köstlichste gestillt, bevor wir den Rückweg antraten.
Nun stand eine Bootsfahrt hinein in die beeindruckende Wimsener Höhle auf dem Programm.
Bei Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Getränk im Gasthof "Friedrichshöhle" ließen es sich alle noch einmal gutgehen.
Kurz vor dem Abschiednehmen wurden wir durch einen Impuls auf den am nächsten Morgen stattfindenden Gottesdienst zum Gedächtnis an die Entschlafenen sensibilisiert und berührt: Am 2. April 1940 verließ der erste Transport die Staatliche Heilanstalt Zwiefalten, um psychisch kranke Männer, Frauen und Kinder der nahegelegenen Grafenecker Gaskammer auszuliefern. Bis zum 9. Dezember 1940 wurden 22 Transporte mit mehr als 1.000 Patienten, darunter auch Kinder, aus Zwiefalten nach Grafeneck deportiert und getötet.
So beinhaltete dieser wunderbare Tag alles: schönes Wetter, freudige Gemeinschaft in der Natur, noch besseres Kennenlernen untereinander, gute Stimmung, aber auch Gedenken an die Menschen, die vor 85 Jahren so viel Leid erleben mussten.