Zum letzten KiGo in diesem Jahr treffen sich am 12.11.2023 viele Kinder aus dem ganzen Bezirk in unserer Metzinger Kirche. Zum Auftakt wird ein kleines Filmchen gezeigt, in welchem Hund „Buddy“ immer wieder ein Leckerli bekommt, nachdem er einer bestimmten Aufforderung (z.B. „Sitz“, „Winken“,…) nachgekommen ist. Alle Anwesenden haben anschließend noch Zeit sich zu fragen, ob sie schon einmal belohnt oder gelobt worden sind.
Ein paar Minuten später beginnt der Gottesdienst mit dem zugrunde liegenden Bibelwort aus Offenbarung 22,12: „Siehe ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie sein Werk ist.“
Unter Einbeziehung der Kinder beleuchtet Evangelist Wolfram Dahl, der Metzinger Gemeindevorsteher, die beiden Worte „bald“ und „Lohn“. Man ist sich einig, dass Gott uns schon heute mit Sicherheit, Gelassenheit, Sonnenschein, seiner Nähe,… beschenkt. Dafür müssen wir – im Unterschied zum Hund - nicht auf Befehle reagieren. Alles was wir tun, sollte uns eine „Herzensangelegenheit“ sein. Jesus ist dabei unser Vorbild und möchte schon heute bis in alle Ewigkeit unser bester Freund bleiben.
In der Vertiefungsphase bekommen die Grundschulkinder zunächst eine „Phantasieeinladung“: Eine liebe Tante wohnt auf einer tollen Insel. Dort gibt es alles, was man sich nur wünschen kann – einen Badestrand mit Palmen und Sonne, viele schöne Tiere und den ganzen Tag Spaß. Die Tante verspricht, dass sie uns einmal abholt und auf diese schöne Insel mitnimmt. Das macht sie allerdings nur, wenn wir uns anstrengen und bis dahin gut Englisch lernen. Gedanklich reisen die Kinder im Austausch weiter an besondere Orte, z.B. in ein Fußballcamp und auf einen Reiterhof.
Dann wird der Blick auf den Himmel, das ewige Wohnen bei Gott gelenkt und wie wunderbar es dort einmal sein wird. Auch für diese Einladung müssen wir uns entsprechend vorbereiten. Wie diese Vorbereitung aussehen kann, wird kindgerecht in beiden Altersgruppen anhand einer Geschichte und einem „Helferspiel“ veranschaulicht.
In der Geschichte für die Kinder ab Klasse 5 sieht ein Mann, wie ein verletzter Fuchs ohne Beine immer wieder von einem Tiger mit Nahrung versorgt wird. Der Mann lobt Gottes große Güte und beschließt, sich in einer Ecke auszuruhen und zu warten, bis auch er mit dem Nötigsten versorgt wird. Nichts geschieht und - nahe dem Tod – wird er von einer Stimme aufgefordert, sich den Tiger und nicht den behinderten Fuchs zum Vorbild zu nehmen. Der Mann steht auf und trifft auf der Straße ein kleines, frierendes, hoffnungsloses Mädchen. Da klagt er Gott an: „Warum tust du nichts dagegen?“, worauf Gott ihm antwortet: „Ich habe wohl etwas dagegen getan. Ich habe dich geschaffen!“
Den Grundschulkindern wird von einem Mann erzählt, der jeden Morgen eine Handvoll Erbsen in seine linke Hosentasche steckte. Immer, wenn er tagsüber etwas Schönes erlebte, nahm er eine Erbse aus der linken Hosentasche und steckte sie in die rechte. Am Anfang waren dort noch nicht viele Erbsen, aber jeden Tag wurden es mehr. Das lag vor allem daran, weil er wachsamer für alles Schöne im Leben geworden ist. Die Kinder bekommen den Hinweis, dass diese Geschichte auch aufs Helfen übertragbar ist, und dass man statt Erbsen auch Gummibärchen verwenden kann. Bei jeder guten Tat wandert dann eben ein Bärchen von der linken in die rechte Tasche. Mit einem „Helferblick“ über den Tag werden abends bald viele Gummibärchen auf der rechten Seite sein.
Richtig aktiv werden die Kinder in beiden Gruppen, als es darum geht, sogenannten „Not-Karten“ (z.B. ein Kind liegt verletzt auf dem Boden, ein Junge liegt bei Gewitter allein im Bett,…) eine „Helferkarte“ (z.B. Pflaster, Teddy zum Kuscheln, Mama zum Trösten,…) zuzuordnen.
Mit einem geschärften Blick auf die tätige Nächstenliebe und einer Gummibärchen-Tüte in der Hand verabschieden sich die Kinder an diesem Vormittag sehr lebhaft und freudig voneinander.