Zu einem Wochenende (17.-19. November 2023) für die Konfirmanden des Bezirks Reutlingen und Nürtingen trafen sich acht Konfirmanden der beiden Bezirke, um gemeinsam ein Wochenende mit einigen Konfirmandenlehrern und Betreuern in der Jugendherberge Tübingen zu verbringen.
Trotz regnerischen Wetters trafen sich die Konfirmanden und ihre Betreuer gut gelaunt in den frühen Abendstunden des Freitags in der Jugendherberge Tübingen. Da im Vorfeld alles auf das Beste organisiert war, konnten die Zimmer schnell vergeben und bezogen werden. Es musste auf Zimmerebene nur noch schnell geklärt werden, wer in den Hochbetten oben schlafen durfte. Danach traf sich die gesamte Gruppe erst einmal beim Essen im Speisessaal der Herberge. Optimal versorgt und gesättigt fuhren dann alle gemeinsam in eine Turnhalle in den Tübinger Stadtteil Hirschau, um hier an mehreren Stationen spielerisch verschiedene Aufgaben zu erledigen. Die Erfolge waren immer Gruppenerfolge und so konnte das erste Mal das Gefühl von „gemeinsam etwas schaffen“ erlebt werden. Nicht jeder war in jeder Aufgabe gleich stark und so konnten die jungen Menschen erleben, dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann. Nach der Rückkehr in die Herberge trafen sich abends dann noch alle im eigens für die Konfirmandenfreizeit angemieteten Raum zum Cocktail-Trinken. Diese waren so lecker, dass man den „fehlenden“ Alkohol darin nicht vermisste. So klang der Abend langsam aus.
Am Samstagmorgen traf sich dann alle – mehr oder minder ausgeschlafen – zum gemeinsamen Frühstück. Gegen 9 Uhr hielt der Bezirksälteste Christian Probst eine kurze Jugendstunde, welche fast nahtlos in den Besuch des Bischofs Matthias Grauer überging. Dieser hatte das aufgeklarte Wetter des Samstagsvormittags genutzt, um mit seinem Fahrrad – ohne Elektromotor – aus Reutlingen die Jugend zu besuchen. Der Bischof nutzt die Gelegenheit, um mit den Konfirmanden und den Betreuern das Bibelwort des Sonntags, Offenbarung 20 Vers 12, zu besprechen. Die zu vermittelnde Botschaft des Wortes ist, dass sich jeder Mensch vor Gott, dem Richter, zu verantworten hat und dabei aber auf die Gnade Gottes hoffen darf. Über dieses sicher nicht ganz „einfache“ Wort tauschten sich die Anwesenden lebhaft aus. Schnell wurde herausgearbeitet, dass man mit dem Bild des Gerichtes, wie wir es kennen, diesem Wort aus der Offenbarung nicht gerecht werden können. Die göttliche Betrachtung eines Menschen sowie seiner Sünde und Schuld steht einzig und allein in Gottes souveräner Macht und Gnade. Zusammengefasst sagte eine Schwester, dass wir doch zweimal in der Woche die Sündenvergebung erleben können. Gott wird uns dann „vor Gericht“ nicht die bereits vergebenen Sünden vorhalten, sondern im Gegenteil betrachten, was wir aus Liebe heraus zu unseren Mitmenschen Gutes getan haben. Was für ein Unterschied! Nach dem Mittagessen fuhren die Jugendlichen und einige Betreuer in das Spaßbad „Badkap“ nach Albstadt, um dort den Nachmittag zu verbringen. Am frühen Abend trafen sich dann alle wieder – ja, genau – zum Abendessen. Gestärkt verbrachten alle den ersten Teil des Abends mit einem gemeinsamen Spiel in großer Runde. Hierbei musste jeder hochkonzentriert „gedanklich am Ball bleiben“. Es gab verschiedene Gruppen, die nichts voneinander wussten. Durch geschicktes Überlegen, Taktieren und Kombinieren musste man den anderen auf die Schliche kommen. Sehr spannend!
Zum Ausklang des Abends hatten alle, die wollten, noch die Gelegenheit, einen Film gemeinsam anzuschauen. Dieser handelte von der Macht der Freundschaft, und zwar Freundschaft über Grenzen hinweg. Wenn man anfängt den Menschen als Person zu betrachten und nicht nur das, was man von ihm zu kennen glaubt, können wunderbare Freundschaften entstehen. Am nächsten Morgen – wieder frisch gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück – fuhren alle gemeinsam in den Gottesdienst nach Metzingen – gehalten von Bischof Matthias Grauer. Dieser verwendete in seiner Predigt auch Gedanken, welche im Kreise der Konfirmanden erarbeitet wurden.
Nach dem Gottesdienst gab es nach einer kurzen Verabschiedungsrunde mit den jungen Geschwistern noch die Gelegenheit, beim Kirchenkaffee das gemeinsame Wochenende ausklingen zu lassen.