Am Dienstagnachmittag, 22. Oktober 2024, trafen sich nach längerer Zeit wieder die Bezirksämter i.R. mit Frau sowie die Witwen dieses Kreises des früheren Apostelbereichs Nürtingen. Dieses Mal war Ziel das „Heidengrabenzentrum“ bei Erkenbrechtsweiler.
Dort bzw. im Nachbarort Hochwang wohnte sein Leben lang unser unvergessener Bischof Arthur Schmid (1928-2012; https://archiv.nak-sued.de/db/101206/Archiv/Bischof-Schmid-verstorben). So bewegten die Teilnehmenden an diesem Tag besondere, dankbare Erinnerungen an ihn und seine Wilma.
Das „Heidengrabenzentrum“, das als Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben im Juni dieses Jahres eingeweiht wurde, lässt spätkeltische Geschichte – in auch für Jugendliche und Kinder sehr ansprechender Weise – hautnah erleben: Filme, Audios und Simulationen erwecken die einstigen Kelten der Region zum Leben; Rekonstruktionen und lebendige Szenerien ergänzen die multimediale Ausstellung und laden zu einer Zeitreise ein (www.region-heidengraben.de/heidengrabenzentrum).
Auf Initiative von Priester i.R. Peter Heiden aus Erkenbrechtsweiler, der für seine großen Verdienste um das kulturelle Erbe und die Förderung der Region am „Heidengraben“ im Juni 2022 mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden war, übernahm der Bürgermeister von Erkenbrechtsweiler, Roman Weiß, mit ihm zusammen persönlich die Führung durch das sehr beeindruckende Heidengrabenzentrum. Viel Erstaunen löste die Information aus, dass der „Heidengraben“ die größte keltische Siedlung der prähistorischen Zeit in Mitteleuropa war, die sich auf den Gemarkungen der heutigen Albgemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben erstreckte und in der Hochzeit um die 20.000 Bewohner zählte.
Bei der so hochkarätigen Führung war es kaum verwunderlich, dass die rund eineinhalb stündige Führung wie im Flug verging und gleichzeitig sehr zu weiterem Besuch der wirklich imposanten Ausstellung einlud – auch zum weiteren Entdecken unserer keltischen Vorzeit auf den in unmittelbarer Umgebung angelegten Erkundungswegen.
Einen fröhlichen und dankbaren Ausklang fand der „Bildungsnachmittag“ bei einem schmackhaften Abendessen in einer empfehlenswerten Gaststätte in Grabenstetten, in deren Nebenraum über Jahrzehnte hinweg verschiedene Veranstaltungen unserer Kirche, wie Festliche Singen und Jugendtreffen, stattgefunden haben. Also ringsherum ein „Begegnen auf den Spuren der Vergangenheit“ – jedoch mit frohem Blick nach vorne!