Am Sonntag, den 17.11.2024, fand in Großbettlingen der letzte KIGO 2024 statt.
Priester Uli Feil diente mit dem Wort aus Markus 11, 24: „Darum sage ich euch: Alles was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden.“
Priester Feil leitete den Gottesdienst mit der Frage ein, ob die Kinder schon mal einen Tipp erhalten haben und von wem? Die Kinder haben schon Tipps von Eltern, Großeltern, Lehrern und Freunden erhalten. Aber nicht jedem Tipp kann man vertrauen, manchmal erhält man auch Tipps mit schlechten Hintergedanken. Von Jesus erhalten wir Tipps, denen wir immer vertrauen können!
Einen Tipp von Jesus behandelt das Bibelwort. Jesus war in Jerusalem eingezogen, seine Kreuzigung stand bevor. Jesus hat uns versprochen, bei uns zu sein bis zum Ende der Welt. Wie können wir seine Hilfe also auch heute noch erleben? Dazu gab Jesus den Jüngern zwei Bedingungen für die Erfüllung der Tipps:
1. Wir müssen darum bitten
2. Wir müssen daran glauben, dass unsere Bitten erfüllt werden
Zur Erarbeitung der ersten Bedingung zeigte Priester Feil den Kindern das Bild eines Kaugummiautomaten. Der funktioniert so: das Geld wird eingeworfen, danach müssen wir an der Kurbel drehen und dann kommt unten der Kaugummi heraus. Übersetzt auf unsere Bitten würde das bedeuten, dass die Kaugummis unsere Bitten sind, die Kurbel ist unser Gebet. Wir beten und erhalten alle unsere Wünsche. Bei der Abstimmung ,ob so unser Gebet funktionieren kann, verneinten die Kinder.
Warum funktioniert unser Gebet so nicht (immer)? Gebetserhörungen sind ein Geschenk und Gnade Gottes. Unser himmlischer Vater hat einen anderen Blickwinkel auf unsere Gebete, er wird unsere Gebete nicht erhören, wenn wir damit anderen schaden wollen oder wir mit dem Gebet gegen eines seiner Gebote verstoßen sollten. Unsere Gebete kann er dann erfüllen, wenn wir z.B. darum beten, dass eine Prüfung klappt, wir die richtigen Worte finden, um Kraft beten, wenn wir eine Situation nicht ändern können oder dass wir uns geschickt anstellen. Auch Jesus hat darum gebetet, dass er nicht gekreuzigt wird und falls doch, dass er dann die Kraft dazu bekommt, sein Opfer bringen zu können.
Zur Erarbeitung der zweiten Bedingung erzählte Priester Feil die Geschichte eines Missionars in Afrika. Dort hat große Dürre geherrscht und die Bewohner baten den Missionar um ein Gebet für Regen. Dazu versammelten sich alle auf dem Dorfplatz. Als der Missionar alle gesehen hat, hat er geweint, denn nur ein kleiner Junge war im Glauben an das Gebet mit einem Schirm auf den Dorfplatz gegangen. Den anderen fehlte der Glaube an das Gebet. Das heißt wir müssen an unser Gebet und seine Erfüllung auch glauben.
Es gibt in der Bibel viele Begebenheiten, die zeigen, dass der Beter Gott vertraute. So baute z.B. Noah die Arche auf einem Berg, weitab von Wasser. Was für ein Vertrauen und Glauben hat Noah aufgebracht!
Für die Vertiefungsphase teilten sich die Kinder in zwei Gruppen auf. Anhand von verschiedenen Bildern erarbeiteten die Kinder ausführlich
• wofür gebetet werden kann
• wie gebetet werden kann
• in welchen Situationen ein Gebet gesprochen werden kann
• welche Gebete von Gott erhört werden können
• warum er manche Gebete nicht erhören kann/wird
In beiden Gruppen wurde im Anschluss die Geschichte eines Bauern, dem sein Hengst weglief und der Tage später mit Wildpferden heimkehrte, bei deren Zähmung sein Sohn sich ein Bein brach und der dadurch nicht mit in den Krieg ziehen musste, während viele Nachbarn ihre Söhne verloren, vorgelesen.