Nach über drei Jahren fand in Aichtal wieder das Fest der Heiligen Wassertaufe statt – Grund zu besonderer Freude und Dankbarkeit in der Gemeinde: Der neugeborene Milo Theodor Sippel empfing durch den stellvertretenden Bezirksvorsteher, Bezirksevangelist Uwe Zimmerer, das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und wurde dadurch als kleiner Christ in den Leib Christi eingefügt.
Vor über drei Jahren, im Juli 2021, feierte die Gemeinde die Wassertaufe von Henri Jonathan, dem nun großen Bruder des Täuflings. Kein Wunder, dass Henri, zusammen mit seinen Eltern, Selina und Priester Sören Sippel, sowie den Großeltern, Onkeln und Tanten, Cousinen und Cousins, am Taufgeschehen um seinen kleinen Bruder lebhaft und freudig Anteil nahm.
Dem Gottesdienst legte Bezirksevangelist Zimmerer das Psalmwort zugrunde „Der Herr schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder“ (Ps 22,13). Den 33. Psalm mit der Überschrift „Loblied über Gottes Macht und Hilfe“ bezeichnete der Bezirksevangelist als „Chorprobe für das neue Lied“. Die im Bibelwort angesprochene Hilfe Gottes möge auch heute und in der kommenden Zeit alle in ihrer Zuversicht in den Beistand Gottes stärken. Das bekannte Kinderlied „Habe Acht, kleines Auge, was du siehst – denn der Vater in dem Himmel schaut herab auf dich …“ habe nichts mit „Überwachung“ zu tun, vielmehr mit dem Bewusstsein, in Gott in allem Zuflucht zu finden. Allen gelte Gottes Angebot seiner gütigen Wegbegleitung. Allerdings brauche es dazu auch das „Ja“ des Einzelnen. Für alle Verhältnisse gäbe das gemeinsam gesungene Eingangslied Nr. 338 „O selig Haus“ wertvolle Hinweise. Die stärkende wechselseitige Beziehung Gottes zu den Menschen und der Menschen zu Gott fand sich auch wieder im Segenswunsch aus Psalm 33,20-22, den der Bezirksevangelist im Besonderen den glücklichen Eltern des Täuflings mitgab.
Priester Michael Märkle unterstrich diese Gedanken aus seinem persönlichen Erleben, als er sehr schwer erkrankt war und Menschen auch außerhalb unserer Gemeinde und Kirche für ihn gebetet hatten. So bat er die Gemeinde, immer auch für den Täufling und seine Lieben im Gebet eizustehen. Priester Jochen Mielich erinnerte an ein Wort eines seiner früheren Vorsteher: „Kindergeschrei ist Zukunftsmusik!“ – und wünschte, dass solche Zukunftsmusik noch viel mehr hörbar sein könnte. Er betonte, dass unsere Zukunft angstfrei ist, weil wir dem größten und schönsten Augenblick entgegengehen, den es gibt: Die heimholende Wiederkunft Jesu Christi!