Zum Jahresauftakt feierte Apostel Jürgen Loy mit den Jugendlichen des Apostelbereichs Stuttgart einen Jugendgottesdienst, welcher unter dem Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ stand und legte diesem ein Bibelwort aus dem 2. Thessalonicher 3,13 zugrunde: „Ihr aber lasst’s euch nicht verdrießen, Gutes zu tun.“
Vor dem Beginn des Gottesdienstes stand ein emotionaler Einstieg, welcher die Jugendlichen dazu aufforderte, darüber nachzudenken, warum sie Gutes tun, anderen für eine gute Tat zu danken und denen, die ihnen Ungutes getan hatten, zu verzeihen. Die richtige Zeit, etwas Gutes zu tun, sei jetzt, und man solle schauen, ob man nicht für den Sitznachbarn spontan ein paar aufbauende Worte oder eine Umarmung hätte.
Die Predigt begann mit der Aufforderung, den Heiligen Geist um Führung und Unterstützung zu bitten. Apostel Jürgen Loy ermutigte die Anwesenden, morgens ein Gebet zu sprechen, um sich auf den Tag vorzubereiten und offen für die Begegnungen mit Menschen zu sein, die sie auf ihrem Weg in positiver Weise unterstützen und ermutigen, Gutes zu tun.
Im Verlauf der Predigt ging der Apostel auch auf die Bibellesung aus Matthäus 25, 31–45 ein.
Im Bildwort des Weltgerichts wird aufgezeigt, dass sich letztlich alle für ihr Tun und Lassen vor dem Menschensohn verantworten müssen. Dabei wird deutlich, dass wer gute Werke der Barmherzigkeit gegenüber dem Bedürftigen erwiesen hat, das Reich Gottes ererbt. Das was an dem Hungrigen, dem Kranken oder dem Fremden getan oder nicht getan wurde, das wurde zugleich an Jesus getan oder nicht getan. Diejenigen, die das Gute getan haben, waren sich dessen gar nicht bewusst, sie haben Nächstenliebe ohne Berechnung gewirkt. Unsere Motivation für gute Werke möge nicht aus der Christenpflicht oder aus dem schlechten Gewissen herausgetan werden, so Apostel Loy.
Der als erster Mitdienender gerufene Bischof Matthias Grauer ergänzte, dass es in das Wesen der Jugendlichen übergehen müsse, Gutes zu tun; genau dann würde man sich so verhalten wie die Menschen im Gleichnis. Auch sei es wichtig, sich nicht durch schlechte Erfahrungen davon abhalten zu lassen, Gutes zu tun. Denn Gutes zu tun würde sich immer lohnen.
Als zweite Mitdienende rief der Apostel Diakonin Jeannette Schwarz, welche ihre Predigt mit einer Geschichte von einem Mann einleitete, welcher versuchte, seinen Schatten loszuwerden, was ihm erst gelang, als er sich in den Schatten eines großen Baumes stellte. Sie verglich den Schatten des Baumes mit Jesus Christus. Um Gutes zu tun und eventuelle Schwierigkeiten zu überwinden, müsse man sich an Jesus halten. Im Schatten des Kreuzes finden wir Heilung und Versöhnung.
Der Apostel verwies im Gottesdienst auch auf den Gedenktag der Opfer des Holocaust am 28. Januar. Ein Tag, der an unfassbares Leid erinnert, das mit Abwertung des Nächsten begann und zu Ausgrenzung und Hass und letztlich zum Tod vieler Menschen führte. Das Nachbarskind, das eine Behinderung hatte, wurde „unwertes Leben“, die Hautfarbe oder Religion wurde zum tödlichen Verhängnis. Auch junge neuapostolische Christen wurden aufgrund ihrer jüdischen Herkunft festgenommen, deportiert und getötet. Der Nächste wurde Schritt für Schritt zum Fremden gemacht.
Der Gottesdienst endete nach dem gemeinsam gefeierten Heiligen Abendmahl mit einem Gebet und dem Schlusssegen.