Die Kinder mit ihren Betreuerinnen aus dem ganzen Kirchenbezirk versammelten sich an dem Sommertag zum Gottesdienst um 10 Uhr in der Kirche in Bad Urach.
Evangelist Michael Bayer aus Nürtingen feierte mit ihnen diesen Kindergottesdienst, in dem es um das Bibelwort aus Lukas 10, 25 ging. Das Gleichnis des barmherzigen Samariters wurde den Kindern erzählt und in die heutige Zeit angepasst.
Evangelist Bayer brachte ein Saaten-Tütchen mit, worauf eine Sonnenblume zu sehen war. Bevor man sich aber an dieser tollen Blume erfreuen kann, muss man zuvor etwas tun: die Erde vorbereiten, den Samen einsäen und gut gießen.
Er sagte auch, dass „Gutes tun“ im richtigen Maß stattfinden sollte, kein Wettbewerb sein darf. Es muss aus dem Herzen kommen. Hierzu zeigte er uns eine Flasche mit Pulver, woraus eine ganz bestimmte Menge rauskam, wenn man sie umdrehte. Nicht zu viel, nicht zu wenig – dank des Dosierers, der im Verschluss der Flasche angebracht war.
Der Kinderchor MuKi sang schöne passende Lieder, unterstützt von Klavierbegleitung.
Nach dem Gottesdienst gingen die Konfirmanden in die Sakristei zum Konfi-Unterricht, in dem das Thema Wahrhaftigkeit mit dem 8. Gebot behandelt wurde.
Man ist nur wahrhaftig, wenn das Herz, das Denken, das Reden und das Tun übereinstimmen. Bevor wir was reden sollten wir unsere Gedanken durch die folgenden drei Siebe lassen: ist es wahr, was ich da sagen will? Ist es gut gemeint? Ist es nützlich?. Gott und Jesus sind Wahrheit für uns (siehe Johannes 14, 6). Alle Verheißungen von ihnen wurden bisher erfüllt, nur nicht die eine: dass Jesus wiederkommt und die zu sich nimmt, die an ihn glauben und auf ihn warten – deshalb glauben wir fest daran, dass diese Vorhersage sich noch erfüllt.
Bei den Kindern der weiterführenden Schulen wurde das Gleichnis des barmherzigen Samariters nochmals aufgegriffen. Dabei wurden mögliche Gefühle der Personen besprochen und Gründe erörtert, warum man eigentlich hilft, bzw., was uns manchmal davon abhält, zu helfen.
Die Kinder der Grundschulen unternahmen einen kleinen Ausflug durch die „Stadt“ (das Kirchenschiff) und sahen plötzlich Frösche, die auf die andere Straßenseite wollten und nun mitten auf der Straße saßen. Schnell holten sie Eimer und sammelten die kleinen Tiere ein und brachten sie auf die anderer Straßenseite, dass sie dort wieder in die Natur konnten. Dann kamen sie an einem Jungen vorbei, der gestürzt war und sich weh getan hatte. Die Kinder waren sich einig, dass man auch hier nicht einfach vorbeigehen konnte: sie kümmerten sich um den Jungen, versorgten die Wunde mit einem Pflaster und halfen ihm auf.
Später sahen sie eine ältere Frau, die schwere Taschen mit Einkäufen trug. Sie gingen zu der Frau, nahmen ihr die Taschen ab und trugen diese für sie nach Hause.
Dann kamen sie an einem Gedenkstein vorbei. Hier wurde vermutlich an Verstorbene erinnert. Auch war dort eine kleine Skulptur mit gefalteten Händen zu sehen. Die Kinder überlegten sich, für was/ für wen wir beten können: z.B. für Personen, die alleine sind; für Gestorbene; für den Engelschutz; für „böse“ Leute, dass sie netter werden; für Vergebung für Sünder (auch wir, wenn wir mal z.B. gelogen haben); dass der Krieg aufhört und Frieden regiert;…
Wenn wir Gutes tun, dann freut uns das selbst auch. Manchmal „explodiert“ die Freude regelrecht in uns – das durften die Kinder dann abschließend an der Kreativ-Station bildlich darstellen: mit Wasserfarben wurden Farbklekse auf ein Herz aufgebracht, welche dann mit einem Trinkhalm durch starkes Pusten in alle Richtungen verteilt wurden.
Draußen roch es schon richtig gut nach Gegrilltem: es gab leckere Fleisch - oder Käseburger. Nach der Stärkung wurde den Kindern die verschiedenen Station erklärt, die vorbereitet waren. Es gab eine Slackline und verschiedene andere Spielgelegenheit gegenüber im schattigen Park. Bei der Wellness-Station konnte man sich mit einer außergewöhnlichen Massage verwöhnen lassen, es gab leckere Getränke, Gurkenmasken und Massagekissen für die Füsse. Auf dem Kirchenhof standen zwei Bastelstationen bereit: die Kinder durften Saatenbomben selbst herstellen. Diese erhalten sie beim Schulanfangs-Kigo am 14. September.
Nebenan wurden eifrig Insektenhotels hergestellt. Im Garten war eine Torwand aufgestellt. Im Kirchenschiff überlegten sich die Kinder Ideen für gute Taten und stellten diese per Pantomime in einem Schattenspiel dar, bzw. versuchten, gewisse Situationen zu erraten.
Zum Abschluss gab es wie immer ein Eis und alle sangen einen Kanon im Abschlusskreis.
Es war ein schöner Sonntag in der Gemeinschaft!
Vielen Dank an alle fleißigen Hände!