Am Sonntag, 14.09.2025, ist in Metzingen der Schulanfangs-KIGO 2025, zum ersten Mal mit Kindern, die noch nicht in die Schule gehen.
Vor dem Altar ist eine weiße, lichtdurchlässige Leinwand aufgebaut und die Spannung steigt, was als Nächstes kommt. Kurz vor Beginn des Gottesdienstes stimmen fünf pantomimische Szenen auf das Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ ein. Die Szenen sind von Kindern im KiGo vor den Sommerferien vorbereitet worden und haben Vorschläge, wie man gutes Tun kann, zum Thema. Nach dem KiGo dürfen sich alle Kinder weitere Ideen für gute Taten mit nach Hause nehmen.
Dem Gottesdienst liegt das Wort aus Jesaja 40, 31 „Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden“ zugrunde und wird von PriesterThorsten Fink durchgeführt.
Zunächst interessiert sich Priester Fink dafür, wie viele Schulanfänger und Schüler, die in die weiterführenden Schulen wechseln, anwesend sind, um anschließend auf ihre Sorgen einzugehen.
Danach spricht Priester Fink mit den Kindern über ihre Lieblingsfächer und Fächer, die sie weniger mögen. Der Unterschied hängt von den persönlichen Begabungen und Vorlieben ab. Bei diesen Fächern ist es leichter gut zu sein, während andere Fächer viel mehr Mühe machen und viel mehr lernen nötig ist.
Dann steigt Priester Fink im ersten Teil des Wortes ein und erzählt die Geschichte von kleinen Adlern. Das Nest von Adlern liegt zum Schutz vor anderen Tieren oft in steilen Felsen. Die kleinen Adler können zu Beginn noch nicht fliegen. Wie funktioniert das jetzt also, dass die Adler das Fliegen lernen? Sie werden von den Elterntieren aus dem Nest geschmissen! Die Jungtiere müssen lernen mit den Flügeln zu arbeiten, obwohl sie das vorher noch nie gemacht haben und nicht wissen, wie es geht. Aber die Mutter lässt ihre Jungen nicht einfach fallen, sie fängt sie ab, so oft, wie es die Jungen nötig haben, bis sie selbständig fliegen können und ihre Flügel kräftig genug werden.
So hilft Gott auch den Kindern beim Lernen von schwierigen Schulfächern, beim Start in der Schule. Wenn die Kinder um Gottes Hilfe beten, hilft er ihnen, wie die Adlermutter ihren Jungen. Gott sorgt für die Kinder und lässt nicht zu, dass sie zu Schaden kommen.
Im zweiten Teil des Wortes geht Priester Fink wieder auf das Jahresmotto ein, haben sich die Kinder in den KiGos doch dieses Jahr etwas vorgenommen, was sie Gutes tun können. Was davon wurde in die Tat umgesetzt? Das ist nicht immer leicht. Er greift die pantomimische Szene heraus, in der ein Kind von anderen Kindern gemobbt wird. In der Schule in solchen Situationen einzugreifen, das erfordert Mut und klare Worte.
Nach dem KiGo darf sich jedes Kind noch eine Saatbombe mitnehmen und damit gutes tun im Garten der Eltern oder Großeltern.