„Beten vereint“ – unter diesem Motto und mit der Zusage Jesu „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18, 20) findet am 14. Juli der KiGo in Bad Urach statt.
Die Mukis trällern zum Auftakt „Von allen Seiten umgibst du mich“ und auf Nachfrage von Dienstleiter Priester Ewald Gaiser glauben alle Anwesenden, dass Jesus an diesem Morgen auch im Gottesdienst ist. Diese unsichtbare Gegenwart wird verglichen mit Luft und elektrischem Strom – beides „spürt“ und „sieht“ man nur an deren (Aus-) Wirkung. Wenn wir glauben, dass Jesus mitten unter uns ist, wird das auch unser Verhalten positiv beeinflussen.
Außerdem macht es uns stark, Jesus an unserer Seite zu wissen. Das wird sehr anschaulich mithilfe von Holzstäben erklärt. Es ist leicht, einen einzelnen Stab zu zerbrechen. Mehrere Stäbe zusammengenommen (ein dicker Stab im Bündel steht symbolisch für Jesus) können nicht einmal abgeknickt werden.
Bezugnehmend auf das Bibelwort kommt irgendwann die etwas „wehmütige“ Frage auf, wo Jesus ist, wenn man ganz alleine – also nicht zu zweit oder zu dritt - ist. Nachdem jeder die Haare seines Sitznachbars „gezählt“ hat, findet sich die Antwort in Lukas 12, 6-7: nicht einer ist von Gott vergessen, er weiß sogar, wie viele Haare jeder von uns auf dem Kopf hat!
Vor der Feier des heiligen Abendmahls zerren zwei Priester an einem Theraband – jeder zieht mit seiner eigenen Meinung in eine andere Richtung. Wenn nun einer loslässt, wird das Band dem anderen ordentlich um die Ohren fetzen und ihn verletzen. Wichtig ist es darum immer wieder, dass wir aufeinander zugehen.
In der Vertiefungsphase sammeln sich 15 Grundschüler für ein Ringgebet um eine brennende Kerze. Zusammen mit einem „16. unsichtbaren Beter“ werden vereinzelt Bitten und Fürbitten (= den anderen ins Licht Gottes stellen) gemeinsam vor den lieben Gott gebracht. Anschließend bemalen alle eifrig ihre „Gebetshand“ – eine Art Anleitung für das „Vater unser“. Es ist DAS Gebet, das wir von Jesus kennen, welches wir für uns selbst, für andere, alleine oder zusammen sprechen können.
Bei den größeren Kindern wird ein Impuls aus dem Gottesdienst aufgegriffen: Anhand der drei Aggregatszustände von Wasser (fest, flüssig, gasförmig) wird Gott in seiner Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist) erklärt. Es handelt sich immer um Wasser und um Gott – er ist immer für uns da, in welcher „Form“ und wo wir ihn auch brauchen.
Danach macht ein Ball, beschriftet mit „Bestandteile des Gebets“, die Runde. Wer mag, darf mit dem Ball in der Hand seinen Dank, seine Bitten und Fürbitten aussprechen. Zum Schluss wird der passende Kanon „Wo zwei oder drei…“ angestimmt.
Nach einer roten Wurst, Wassermelone, Gemüsesticks und Gummibärchen werden Gebetshände aus Salzteig ausgestochen und ab geht’s in einen vielseitigen Spiele-Parcour.
Es gibt einige Stationen, an denen es auf Treffsicherheit, Konzentration, Geschick und Schnelligkeit ankommt, z. B. beim Torwandschießen, Dart, Spritzpistolen-Spiel, Dosenwerfen, an der Wurfschleuder, auf der Slackline und beim „Bau“ einer flexible Kugelbahn.
Bei der Spielestation „Bänkle“ wird’s etwas spiritueller: hier wird erstmal ausgeruht und Gottes Schöpfung wahrgenommen und genossen. Symbolisch fürs Gebet werden auf der Sitzfläche Tischtennisbälle mit Strohhalmen zum Gegenüber gepustet. Freude und Sorge werden dort gehört und der Absender bekommt auf unterschiedliche Weise eine Rückmeldung (zurückpusten der Bälle). Diese Verbindung mit Gott wird anschaulich „verwebt“, indem die Kinder die Rückenlehne der Bank mit Naturmaterialen ausschmücken.
Mit einem gemeinsamen Erlebnis-Pädagogik-Spiel und einem fruchtigen „Finger-Eis“ endet dieser sonnige, freudige KiGo-Spiele-Tag.