Am Sonntag, 26.03.2026 stand in Frickenhausen der erste Kigo des Jahres 2026, unter dem Jahresmotto „Fürchte dich nicht, glaube nur“. Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 34,5 „Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und rettete mich aus all meiner Angst“ zugrunde:
Priester Dirk Allmendinger startet den Kigo mit Fragen zur Angst, wer hatte schon mal Angst gehabt und kennen wir jemanden, der Angst hat? Er malt den Kindern eine Situation aus, welche Angst man abends im Bett haben kann, wenn es dunkel ist, nur noch Schemen zu sehen und ungewohnte Geräusche zu hören sind, man sich fürchtet vor dem, was unter dem Bett ist. Es wird klar, wer Angst hat, dem geht es nicht gut und der fühlt sich auch nicht gut.
Priest Allmendinger zeigt den Kindern im Anschluss einen Hasen, einen Angsthasen. Vor Angst sind dem Hasen fast die Ohren abgefallen, die Augen sind so geweitet und groß, dass er damit bestimmt nicht mehr richtig sehen kann. Der Hase macht einen elenden Eindruck, es wird klar, Angst lähmt und blockiert uns.
Wenn wir Angst haben oder schwierige Situationen erleben, können wir uns jemanden suchen, der uns hilft, wie z. B. Mutter, Vater, Großeltern, Gott!
Unseren besten Helfer bringt uns Priester Allmendinger mit der Geschichte von Petrus auf dem Wasser, die wir in Matthäus 14, 22-33 finden, näher. Petrus ist mit den anderen Jüngern auf einem großen Gewässer im Sturm unterwegs, als er sieht wie Jesus über das Wasser zum Boot läuft. Er ruft ihm zu, dass er ihm entgegengehen wird, wenn er ihn ruft - und das tut Jesus. Also steigt Petrus voller Zuversicht aus dem Boot und läuft zu Jesus auf dem Wasser. Plötzlich kommt ein Wind von der Seite und Petrus erschreckt sich und beginnt zu sinken. Er ruft Jesus um Hilfe und Jesus rettet ihn.
Wenn wir zu Gott beten, hilft er uns und lässt uns nicht allein. Er gibt uns die nötige Kraft und schenkt uns Ruhe.
Das Bibelwort handelt von David, dem späteren König Israels. David hat unter seinem Vorgänger, König Saul, gedient. Und schon damals war sichtbar, dass Gott mit ihm ist. Saul wollte deshalb den Tod von David und versuchte immer wieder ihn zu töten, aber Gott hat David beschützt. Einmal hatte wiederum David die Möglichkeit, Saul zu töten. Das tat er aber nicht, sondern hat auf Gott vertraut, dass er ihn weiter beschützt.
Priester Allmendinger hat den Kindern von einem Vortrag in Nürtingen erzählt, in dem es um eine 100-tägige Wanderung geht. Der Wanderer hat jeden Morgen und Abend mit Gott gebetet um Engelschutz und Hilfe in schwierigen Situationen. Er hat darauf vertraut, dass Gott da ist und ihm hilft.
Angst ist aber nicht nur schlecht, sie kann uns in gefährlichen Situationen auch helfen, indem sie uns vorsichtig macht und uns so vor Schaden bewahrt.
Die Vertiefungsphase beginnt damit, dass die Kinder gedanklich in ein Kriegslager mit Zelten in die Zeit vor 2000-4000 Jahren mitgenommen werden. Die Kinder lauschen dort einem Gespräch der Soldaten der Israeliten. Die Soldaten unterhalten sich über den Riesen Goliath, dem sie gegenüberstehen, und der sie immer wieder herausfordert. Es fallen dabei folgende Sätze:
„Wo soll das hinführen?“
„Das geht gar nicht“
„Er ist soooo riesig“
„Schicken ihren größten Krieger“
„Was für ein Berg!“
„Gegen den haben wir keine Chance“
„Der ist mindestens 3m hoch“
„Er verhöhnt uns“
Während die Kinder dem Gespräch der Soldaten zuhören, wird von der Empore der Riese Goliath in Echtgröße ausgebreitet. Die Kinder versammeln sich vor dem Krieger und sehen sich seine Körpergröße, die Größe seines Schildes und Speeres an, er sieht gefährlich aus. Die Soldaten Israels stellen die Fragen: Wer würde sich trauen, gegen ihn zu kämpfen? Er macht Angst mit seiner Größe! Wie oft habt ihr schon so einen Berg von Mann gesehen?
Es folgt die Überleitung zu der Frage, ob sich die Kinder andere Berge vorstellen können, mit denen sie direkt konfrontiert sind. Probleme in der Schule, Aufgaben wie Klassenarbeiten und Tests, Vorträge, Vorspiele mit Instrumenten. Es gibt weitere Berge wie Krankheit und Sorgen.
Die Kinder schreiben ihre Sorgen und Ängste auf kleine Zettel, die im Anschluss gesammelt und besprochen werden. Dabei kommt heraus, dass sie sehr unterschiedlich sind. Was wäre, wenn wir diese „Berge“ schrumpfen/kleiner werden lassen könnten?
Die Zettel werden wieder an die Kinder ausgeteilt und im Anschluss ganz klein zusammengeknüllt, damit sind sie immer noch da, aber schon viel kleiner.
Zur Beantwortung dieser Fragen wird zunächst besprochen, wie David den Kampf gegen den Riesen Goliath geführt hat, wie er gekämpft hat. Entscheidend für David war, dass er Vertrauen in Gott hatte, er zu Gott betete, und Gott ihm daraufhin geholfen hat.
Die Kinder schießen im Anschluss ihre zusammengeknüllten Sorgenzettel auf den bereits kleiner gewordenen Goliath, sie schießen ihre Sorgen und Probleme „einfach“ weg. Wir sind also nicht wehrlos und können gegen diese Riesen/Berge/Sorgen angehen.
Folgende „Waffen“ haben wir von Gott erhalten für unsere Kämpfe:
1. Reden:
Wir dürfen unsere Sorgen mit anderen (Eltern, Gott, Freunde, Großeltern, Lehrer) teilen
2. Gebet:
Gott hat immer Zeit für uns, hört uns zu. Das erleichtert uns, beruhigt uns, Gott hört alles was wir sagen
3. Glaube:
Geschenk Gottes das in uns wachsen darf, der Gottesdienst hilft uns dazu, gibt Hoffnung für Alltag, durch Sündenvergebung wird uns leichter, Abendmahl gibt uns Kraft
4. Gemeinschaft:
„Wir-Gefühl“, gemeinsam mit anderen Ängste tragen, Gemeinschaft bringt Helfer in der Not
5. Mut:
Hilft gegen Ängste, ich traue mich, schaue den Sorgen „ins Auge“
Sollen wir unsere Waffen anwenden? Probieren, ob Goliath schrumpft mit unseren Waffen? Mutig sein, wir haben unsere Waffen, nicht aufgeben, wir sind „Helden des Glaubens“, wenn Gott mit uns ist. Jedes Kind erhält einen Tischtennisball, auf den unsere Waffen geschrieben sind und darf mit diesen Waffen Goliath versuchen zu besiegen: der kleinere Goliath wird mit den Bällen beschossen, bis er fällt => Sieg! Goliath ist gefallen. Gemeinsam haben die Kinder Goliath besiegt!
Der Kigo endet mit einem gemeinsamen Bild vor dem besiegten Riesen Goliath.